Hi, ich bin Nicola Walter aus München
und bin Feng Shui Beraterin und Ordnungscoach.
Auf STEROS Bitte hin, stelle ich dir hier ein paar ADHS-taugliche Tipps aus meiner Ordnungsschatzkiste zur Verfügung.
Du sehnst dich nach Klarheit und Struktur – und gleichzeitig fühlt sich dein Alltag nach „Chaos im Außen und im Kopf“ an. Viele klassische Ordnungstipps funktionieren bei ADHS einfach nicht. Deswegen arbeiten wir mit Lösungen, die zu deinem Gehirn passen: einfach, sichtbar und alltagstauglich.
Tipps die im Alltag wirklich helfen.
Tipp 1: Sichtbar statt perfekt versteckt
„Ich darf meine Ordnung sehen.“
Wenn du ADHS hast, kennst du das vielleicht: Sobald etwas in einer Schublade oder einer undurchsichtigen Box verschwindet, ist es aus deinem Kopf raus. „Aus den Augen, aus dem Sinn“ ist bei dir wörtlich zu nehmen. Deshalb setzen wir auf sichtbare Ordnung: offene Regale, große Kisten, klare Beschriftungen und feste Plätze für Schlüssel, Post oder Technik.
Sichtbare Ordnung ist kein Zeichen von Unordnung – sie ist eine clevere Strategie.
Tipp 2: Mini-Bereiche statt „einmal alles“
„Nur dieser eine Bereich – der Rest hat heute frei.“
Der Gedanke „Ich muss die ganze Wohnung aufräumen“ kann sich mit ADHS wie ein Riesenberg anfühlen. Deswegen arbeite ich mit dir in kleinen Zonen: eine Schublade, ein Fach, ein Stück Arbeitsfläche, ein Quadratmeter Boden. Mehr nicht.
So kommst du überhaupt ins Tun, überforderst dich weniger und siehst schneller Ergebnisse. Dein Ankersatz hilft dir, den Fokus zu halten – du darfst den Rest bewusst „freigeben“, statt dich innerlich für alles gleichzeitig verantwortlich zu fühlen.
Tipp 3: Mini-Rituale statt starre Putzpläne
„Zwei Minuten reichen – und machen morgen leichter.“
Strenge Putz- und Aufräumpläne geraten im ADHS-Alltag schnell unter die Räder – weil das Leben dazwischenfunkt, die Energie weg ist oder plötzlich etwas Spannenderes auftaucht. Was bei meinen Kund:innen viel besser funktioniert: ganz kurze Rituale, die an etwas gekoppelt sind, das du sowieso machst.
Zum Beispiel:
Nach dem Zähneputzen räume ich zwei Minuten das Bad auf.
Nach dem Abendessen bringe ich fünf Dinge an ihren richtigen Platz.
Mehr musst du nicht. Alles, was du zusätzlich schaffst, ist Bonus.
Kleine Schritte, immer wieder, sind für dich wertvoller als die eine große Aufräumaktion, die nie stattfindet.
Tipp 4: Gedanken parken statt alles im Kopf behalten
„Ich muss mir nicht alles merken – ich parke es sicher.“
Wenn du unterwegs bist und dir plötzlich ein wichtiger Gedanke, ein Termin oder ein Todo einfällt, musst du den nicht krampfhaft im Kopf festhalten. Das kostet unglaublich viel Energie – und meistens ist er später trotzdem weg.
Was ich selbst superpraktisch finde: Ich schicke mir einfach eine kurze SprachWhatsApp. So kannst du deinen Gedanken sofort „ablegen“, ohne tippen zu müssen, und weißt: Er ist gespeichert und wartet später auf dich. Dein Kopf darf weiterziehen, ohne in Dauerschleifen festzuhängen.
Tipp 5: Wochenplan statt endloser TodoListe
„Diese Woche, dieser Tag – mehr muss jetzt nicht rein.“
Endlose TodoListen können mit ADHS schnell wie ein Fass ohne Boden wirken: Du schreibst, sammelst, ergänzt – und trotzdem fühlt sich alles nie erledigt an. Stattdessen arbeite ich mit einem Wochenplan. Dort trage ich ein, bis wann ich was erledigen möchte – aber mit einer klaren Grenze: maximal 6 Punkte pro Tag.
Das hilft dir, deinen Alltag realistisch zu planen, Überforderung zu vermeiden und Erfolge tatsächlich zu sehen. Jeder Tag bekommt nur eine begrenzte Anzahl an Aufgaben, der Rest wandert bewusst auf andere Tage oder bleibt in der Notizen-Ecke. Dein Ankersatz erinnert dich daran, dass du nicht alles gleichzeitig schaffen musst – diese Woche ist lang genug, und jeder Tag hat seine klare Aufgabe.
Hier kannst du meinen Wochenplan runterladen und gerne verwenden.
Feng-Shui-Bonus: Dein Raum als Unterstützung, nicht als Stressfaktor
„Mein Raum darf mich beruhigen und führen.“
Feng Shui und ADHS passen erstaunlich gut zusammen: Es geht in beiden Fällen darum, Energie zu beruhigen, Klarheit zu schaffen und Wege leicht zu machen.
3 kleine Feng-Shui-Ideen, die im Alltag wirklich helfen können:
1 Freie Wege, freie Gedanken
Halte besonders die Wege, die du mehrmals täglich nutzt (zur Tür, zum Bett, zur Küche, zum Schreibtisch), so frei wie möglich. Jeder Stapel auf dem Boden ist ein kleiner innerer Störsender. Wenn die Wege klar sind, fühlt sich auch der Kopf freier an.
2 Beruhigende „Power-Position“ am Schreibtisch
Stell – wenn möglich – deinen Schreibtisch so, dass du die Tür im Blick hast, aber nicht direkt im Durchzug sitzt. Das gibt deinem Nervensystem mehr Sicherheit und Ruhe. Du musst nicht ständig unbewusst „scannen“, wer gleich von hinten kommt, und kannst dich besser konzentrieren.
3 Klare Zonen für klare Signale
Feng Shui arbeitet mit Bereichen: Schlafen, Arbeiten, Essen, Entspannen. Gerade bei ADHS hilft es, wenn dein Raum das auch klar zeigt.
Im Bett: kein Papierkram, keine Wäscheablage.
Am Schreibtisch: vor allem Arbeitsmaterial, nicht alles Mögliche.
In der Relax-Ecke: etwas Weiches, Warmes, Beruhigendes (Licht, Farben, Textilien).
Dein Gehirn lernt: „Hier bin ich zum Arbeiten, hier zum Runterfahren“ – statt überall alles gleichzeitig zu machen.
Viel Erfolg bei der Umsetzung –
und wenn du mehr zu Ordnung und oder Feng Shui wissen möchtest,
besuche gerne meine Website und kontaktiere mich.

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